Zurück zu NachrichtenDer griechische Mythos des Minotaurus, eines halb menschlichen, halb stiergestaltigen Wesens, das in einem Labyrinth gefangen gehalten wurde, geht unmittelbar auf die minoische Zivilisation zurück, die zwischen etwa 2700 und 1450 v. Chr. auf Kreta blühte. Die Minoer errichteten weitläufige Palastkomplexe, vor allem in Knossos nahe dem heutigen Heraklion, mit verschachtelten Korridoren, die der Labyrinthdage wohl zugrunde liegen. Stiersymbolik nahm in der minoischen Religion eine zentrale Stellung ein und findet sich in Fresken und Kultszenen ihrer Paläste. Als Griechen vom Festland Jahrhunderte später auf diese Ruinen und Kunstwerke stiessen, verarbeiteten sie die Bildwelt zu Mythen. Für Besucher auf Kreta ist der Palast von Knossos die unverzichtbare Anlaufstelle, um dieser Geschichte näherzukommen. Er liegt fünf Kilometer südlich von Heraklion, ist täglich geöffnet und vom Stadtzentrum mit dem Linienbus erreichbar.
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Minoische Paläste als Vorlage für den Minotaurus-Mythos
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