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Interreligiöses Gedenken in Chania ehrt die Opfer des Tanais

Sonntag, 14. Juni 2026/QuelleFlashnews/1 Min. Lesezeit
Am 9. Juni 1944 verließ das Schiff Tanais Heraklion mit jüdischen, griechisch-orthodoxen und katholisch-italienischen Gefangenen in seinen Laderäumen, bestimmt für nationalsozialistische Konzentrationslager. Das Schiff wurde während der Fahrt versenkt; alle an Bord kamen ums Leben. Jedes Jahr veranstaltet Chania eine interreligiöse Gedenkfeier für die Opfer dieser Kriegstragödie. Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften kommen dabei zu einem gemeinsamen Gedenkakt zusammen, der die unterschiedliche Herkunft der Verstorbenen widerspiegelt. Reisende in Chania können an den Gedenkfeiern teilnehmen, die in der Regel an einer Gedenkstätte in der Stadt stattfinden. Die Veranstaltung gibt einen eindringlichen Einblick in die Geschichte Kretas unter der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, eine Epoche, die die Insel nachhaltig geprägt hat. Der Besuch zugehöriger Gedenkstätten und die Teilnahme an öffentlichen Zeremonien sind kostenlos und für alle zugänglich.

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