Warum September der beste Monat zum Wandern auf Kreta ist
Wandern auf Kreta im September trifft den richtigen Mittelweg: Die Tagestemperaturen sinken auf 25–29°C — weit angenehmer als die August-Spitzenwerte von 32–35°C —, die Wege werden spürbar ruhiger, und alle großen Schluchten sowie Fernwanderwege bleiben vollständig geöffnet. Die Trockenzeit von Juni bis September sorgt für feste Pfade, niedrige Bachübergänge und freie Bergpanoramen. Kreta verzeichnet im September im Schnitt weniger als 3 Regentage — nach 14 Uhr können allerdings Gewitter über den Weißen Bergen (Lefka Ori) aufziehen, weshalb ein früher Aufbruch entscheidend ist.
Das Waldbrandrisiko bleibt Anfang September ein realer Faktor. Bewaldete Wege in Zentral- und Ostkreta können bei extremer Hitze vorübergehend gesperrt werden. Informieren Sie sich am Vorabend beim örtlichen Forstamt oder beim Streckenbetreiber. Einen vollständigen Saisonüberblick — Wetterfenster, Preise und Besucherandrang — finden Sie in unserem Kreta Nebensaison-Guide für September und Oktober.
Die besten Schluchten und Wanderwege auf Kreta im September
Samaria-Schlucht — Europas längste begehbare Schlucht mit 16 km (vom Omalos-Plateau bis Agia Roumeli am Libyschen Meer) ist das Wandererlebnis schlechthin auf Kreta im September. Eintritt: 10 € pro Person. Die Schlucht öffnet Anfang Mai und schließt Mitte Oktober — September gehört damit zu den letzten geeigneten Monaten. Einplanen sollte man 5 bis 7 Stunden für eine Richtung. Der Rückweg erfolgt per Fähre von Agia Roumeli nach Hora Sfakion oder Sougia (15 €, letzte Abfahrt gegen 17:30 Uhr); wer die Fähre verpasst, muss in Agia Roumeli übernachten.
Imbros-Schlucht — 8 km, 2 € Eintritt, 2–3 Stunden. Die beste Alternative zur Samaria-Schlucht für die schönsten Wanderungen auf Kreta im September ohne das Gedränge. Der Weg führt 600 Höhenmeter hinunter vom Dorf Imbros nach Komitades bei Hora Sfakion, durch einen breiten, schattigen Schluchtengrund. Keine Saisonsperrung, keine Fährlogistik.
Agia-Irini-Schlucht — 7,5 km, kostenlos, 3–4 Stunden. Start auf dem Omalos-Plateau, Ziel nahe dem Strand von Sougia. Ausgewachsene Platanen spenden durchgehend angenehmen Schatten. Trotz identischem Startgelände deutlich weniger besucht als Samaria — eine starke Wahl für Herbstwanderer auf Kreta, die Ruhe suchen.
E4-Europawanderweg (Kreta-Abschnitt) — Das kretische Teilstück des E4 erstreckt sich über 320 km von Kissamos im Westen bis Kato Zakros im Osten. September eignet sich ideal für mehrtägige Etappen: Die Lasithi-Plateau-Runde (40 km, 2–3 Tage) und der Dikti-Gebirge-Abschnitt bieten kühles Höhenwandern auf fast leeren Bergrücken. Berghütten kosten 10–15 € pro Nacht im Schlafsaal; die Kallergi-Hütte (nahe dem Samaria-Startpunkt) sollte mindestens zwei Wochen im Voraus reserviert werden.
Zakros-Schlucht (Tal der Toten) — 8 km hin und zurück im äußersten Osten Kretas, kostenlos, 3 Stunden. Die minoischen Grabkammern, die in die Felswände gehauen sind, gaben der Schlucht ihren Namen. Eine Kombination dieser Wanderung mit den minoischen Palastruinen bei Kat