Warum der September der beste Monat für Schluchtenwanderungen auf Kreta ist
Im August erreicht die Hitze auf Kreta auf Meereshöhe 35–38°C — Schluchtwanderungen zur Mittagszeit sind dann schlicht gefährlich. Ab Mitte September sinken die Tageshöchstwerte auf 28–32°C, die Besucherzahlen gehen um 30–40 % zurück, und die Zugangswege zu den Schluchten sind deutlich weniger überlaufen. Wandern auf Kreta im September bedeutet: volle Hochsaison-Infrastruktur — Fähren im Betrieb, Einrichtungen geöffnet, Parkpersonal vor Ort — ohne Hitze und ohne Warteschlangen.
Die Schluchten sind im Spätsommer trockener, was ein klarer Vorteil ist. Die Wasserstände bei Preveli und Samaria befinden sich den gesamten September über auf ihrem saisonalen Minimum. Trockenes Gestein bietet sichereren Halt in anspruchsvollen Passagen und erspart Wasserquerungen in den meisten Routen. Ab November kehren die Regenfälle allmählich zurück; Oktober ist noch machbar, bringt aber kühlere Abende und gelegentliche Schauer.
Die besten Schluchtenwanderungen auf Kreta für Spätsommer und frühen Herbst
Samaria-Schlucht — Chania
Die Referenzroute schlechthin. 16 km einseitig, vom Xyloskalo-Eingang auf dem Omalos-Plateau (1.227 m) bis zum Küstendorf Agia Roumeli. Eintrittspreis: 15 € pro Erwachsener (2026). Geöffnet von Mai bis Ende Oktober, abhängig vom Wasserstand. Wanderzeit: 4–7 Stunden je nach Fitness. Die Rückreise erfolgt mit der Fähre von Agia Roumeli nach Hora Sfakion — Abfahrten in der Regel um 15:00, 16:00 und 17:00 Uhr; bitte vor Ort je Saison bestätigen.
Im September liegen die Starttemperaturen auf dem Plateau um 7 Uhr bei etwa 18–22°C. Der Schluchtengrund heizt sich ab dem späten Vormittag rasch auf; ein Aufbruch vor 8 Uhr ist unbedingt einzuhalten. Öffentliche Busse ab Chania (KTEL) fahren um 6:15 Uhr und 7:30 Uhr nach Omalos.
Imbros-Schlucht — Sfakia, Chania
8 km einseitig, Eintritt 2 €. Die pragmatische Alternative zu Samaria: kürzer, ohne Fähre, weniger touristisch. Die Schluchtwände erreichen in den engsten Passagen bis zu 300 m. Wanderzeit: 2–3 Stunden. Kein öffentlicher Bus zum Ausgangspunkt — Mietwagen oder Taxi erforderlich. Wer Schluchtenwandern auf Kreta im September als Halbtagesausflug erleben möchte, findet hier die zugänglichste Option überhaupt.
Aradena-Schlucht — Sfakia
~4 km Schluchtenabschnitt, kein Eintritt. Technischer Pfad mit Kletterpassagen — für Anfänger nicht geeignet. September ist das optimale Zeitfenster: Der trockene Kalkstein macht die exponierten Abschnitte begehbar. Die Schlucht mündet in der Nähe der Küste bei Loutro, einem Dorf, das nur per Boot oder zu Fuß erreichbar ist. Einen vollen Tag einplanen.
Preveli-Schlucht — Rethymno
Ein kurzer Schluchtweg (~2 km vom oberen Parkplatz) führt zur palmenumsäumten Lagune am Preveli-Strand. Die Tour verbindet Schluchtenwandern auf Kreta im Spätsommer mit dem Schwimmen an einer Süßwasserflussmündung. Alle Details zu Weg, Parkmöglichkeiten und Bootszugang finden Sie in unserem vollständigen Reiseführer zum Preveli-Strand.
Kritsa-Schlucht — Lasithi
2 km, kein Eintritt. Durchgehend schattig, Startpunkt im Dorf Kritsa (12 km von Agios Nikolaos).
