Zurück zu NachrichtenKreta hat in den vergangenen drei Jahren rund eine Milliarde Euro weniger Tourismuseinnahmen verzeichnet als erwartet, berichtet die Zeitung Patris. Trotz hoher Besucherzahlen kommt das Geld nicht gleichmäßig bei den lokalen Betrieben an. Einzig der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete deutliche Gewinnzuwächse, was darauf hindeutet, dass Touristen zunehmend im Supermarkt einkaufen und selbst kochen, anstatt in Restaurants zu essen oder in kleinen Fachgeschäften einzukaufen.
Dies spiegelt eine breitere Entwicklung wider: Immer mehr Reisende übernachten in Villen oder Apartments mit Küchenausstattung. Wer hingegen in lokalen Tavernen isst, Familienläden aufsucht und unabhängige Geschäfte bevorzugt, lässt sein Geld direkt in den kretischen Gemeinschaften. Auf den Märkten in Heraklion, Chania und Rethymno gibt es frische Regionalprodukte, Olivenöl, Honig und Käse. Wer dort einkauft statt im Supermarkt, unterstützt konkret die Familien und Kleinbetriebe, die das wirtschaftliche Rückgrat der Insel bilden.
general
Kreta büßt eine Milliarde Euro ein, da Touristen zunehmend selbst kochen
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