Kreta im Zweiten Weltkrieg: Schlachtstätten, Gedenkstätten & Reiseführer (2026)
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Kreta im Zweiten Weltkrieg: Schlachtstätten, Gedenkstätten & Reiseführer (2026)

Geschichte der Kreta-Invasion 1941: Maleme-Kriegsgräberstätte, Souda Bay, Imbros-Schlucht. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Reisetipps für 2026.

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4. September 20264 Min. Lesezeit

Die Kreta-Invasion: Was im Mai 1941 geschah

Die Kreta-Invasion (20. Mai – 1. Juni 1941) war die erste groß angelegte Luftlandeoperation in der Militärgeschichte. Deutschland startete die Operation Merkur und setzte über 22.000 Fallschirmjäger ein, um drei strategisch wichtige Flugplätze zu erobern: Maleme, Rethymno und Heraklion. Die alliierten Verteidiger — Briten, Australier, Neuseeländer und Griechen — umfassten rund 40.000 Soldaten.

Der erste Tag war für Deutschland katastrophal: Über 1.800 Fallschirmjäger wurden getötet, viele noch vor der Landung. Doch am zweiten Tag ermöglichte Verwirrung im alliierten Kommando den Deutschen, den Flugplatz Maleme zu verstärken. Dieser eine taktische Fehler entschied den Ausgang der Schlacht. Am 1. Juni 1941 war Kreta gefallen. Rund 18.000 alliierte Soldaten wurden von der Royal Navy aus Sfakia an der Südküste evakuiert; etwa 12.000 wurden zurückgelassen und gefangen genommen.

Gesamtverluste: über 6.700 Deutsche (darunter 2.000 gefallene Fallschirmjäger), über 3.500 gefallene oder verwundete Alliierte sowie erhebliche Verluste unter der Zivilbevölkerung — kretische Widerstandskämpfer und ganze Dörfer wurden während der Besatzung von 1941 bis 1945 massiven Vergeltungsaktionen ausgesetzt.

Kreta im Zweiten Weltkrieg: Die wichtigsten Stätten

Die bedeutendsten Kriegsstätten Kretas aus dem Zweiten Weltkrieg konzentrieren sich auf die Region Chania (Westkreta), wo die entscheidende Schlacht um den Flugplatz Maleme stattfand. Heraklion und Rethymno haben jeweils eigene Museen und Gedenkstätten.

  • Deutscher Soldatenfriedhof Maleme — 16 km westlich von Chania an der Küstenstraße E75. Hier ruhen 4.465 Gefallene, darunter die Fallschirmjäger, die beim Kampf um Höhe 107 ihr Leben ließen. Eintritt frei, täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Höhe 107 war die strategisch entscheidende Anhöhe, deren Verlust die Niederlage der Alliierten besiegelte.
  • Commonwealth-Kriegsgräberstätte Souda Bay — 4 km östlich von Chania, nahe dem Marinestützpunkt. 1.497 Gräber britischer, australischer, neuseeländischer und griechischer Soldaten, betreut von der Commonwealth War Graves Commission. Eintritt frei.
  • Kreta-Kriegsmuseum Heraklion — Doukos-Beaufort-Straße 9, Stadtzentrum. Eintritt ca. 4 €. Zeigt die Invasion von 1941 anhand von Waffen, Fotografien, Uniformen und Originaldokumenten. Sonntags geschlossen.
  • Kriegsmuseum Askifou — Dorf Askifou, Weiße Berge, 55 km südlich von Chania. Privatsammlung mit über 5.000 lokal gefundenen Artefakten aus dem Zweiten Weltkrieg. Eintritt ca. 3 €.
  • Denkmal am Flugplatz Maleme — Straßenmarkierung im Dorf Maleme (16 km westlich von Chania) an der Stelle, an der die Entscheidung am zweiten Kampftag fiel.

Der alliierte Rückzug: Imbros-Schlucht und die Evakuierung von Sfakia

Eines der greifbarsten Zeugnisse der Kreta-Kriegsgeschichte ist die alliierte Rückzugsroute. Nach dem Fall von Chania marschierten Tausende Soldaten nach Süden durch die Weißen Berge und stiegen durch die Imbr

Frequently Asked Questions

Wann fand die Kreta-Invasion genau statt?
Die Kreta-Invasion dauerte vom 20. Mai bis zum 1. Juni 1941. Der deutsche Luftlandeangriff begann in den frühen Morgenstunden des 20. Mai mit Absprüngen bei Maleme, Rethymno und Heraklion. Der organisierte alliierte Widerstand endete am 1. Juni.
Wo befindet sich der deutsche Soldatenfriedhof auf Kreta und ist der Eintritt frei?
Der Deutsche Soldatenfriedhof liegt in Maleme, 16 km westlich von Chania an der Küstenstraße E75. Er umfasst 4.465 Gräber und ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Können Touristen die alliierte Rückzugsroute durch die Imbros-Schlucht begehen?
Ja. Die Imbros-Schlucht (8 km, 2–3 Stunden) ist genau die Route, die alliierte Soldaten im Mai 1941 für ihren Rückzug nach Sfakia nutzten. Sie ist gut ausgeschildert, erfordert keine besonderen technischen Kenntnisse und endet nahe dem Dorf Komitades. Von Sfakia aus sind Bus- und Taxiverbindungen zurück nach Chania verfügbar.

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